RITTER,H., Das Meer der Seele. 02.A. Leiden 1978
Das Meer der Seele. Mensch, Welt und Gott in den Geschichten des Farîduddîn Attâr. Nachdruck (der Erstausgabe von 1955) mit Zusätzen und Verbesserungen. Leiden, E. J. Brill, 1978.
Gr.-8vo. VIII, 1 Bl., 780 S. Originaler Verlagsleinen mit Rücken- und Deckeltitel. (Ebd. mit leichtem Kaffeefleck an ob. Rücken- und. Vorderdeckelausschnitt, ca. 6 cm).
Bedeutendste Veröffentlichung zu den Glaubensvorstellungen und Ritualen der islamischen Mystik! – Ritter (1892-1971), Bruder des Historikers Gerhard Ritter und des Theologen Karl Bernhard Ritter, studierte die Orientalistik bei Carl Brockelmann und Paul Kahle in Halle sowie bei Carl Heinrich Becker in Straßburg. Er arbeitete mit Becker auch in Bonn und Berlin zusammen. In Berlin habilitierte sich Ritter als Mitarbeiter am Lehrstuhl Carl Heinrich Beckers im Jahre 1919, folgte im selben Jahr einem Ruf als Professor an die Universität Hamburg. Hamburg (1919-1925) und Frankfurt am Main (1953-1956) blieben die einzigen akademischen Stationen Ritters in Deutschland. Zentrum seiner Arbeit und Mittelpunkt seinens Lebens war Istanbul, wohin er bereits im Jahr 1926 im Auftrag der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft ging und die dortige Nebenstelle der Gesellschaft leitete. Die unter Atatürk reformierte Universität, die während des Dritten Reichs auch viele akademische Emigranten aufnahm, gewann Ritter als Professor für Orientalische Philologie. Er ging 1949 nach Deutschland zurück, verbrachte aber die Jahre von 1956-1969 wieder an der Istanbuler Universität. Seine bedeutendsten Schüler in der Türkei sind Ahmed Ates und Fuat Sezgin. Es ist Ritters großes Verdienst, in seinen 36 Lebens-, Lehr- und Forscherjahren im Quellenzentrum des Osmanischen Reichs die Islamforschung, Orientalistik, Turkologie, Osmanistik und Türkeikunde entscheidend vorangebracht zu haben, an der Universität Istanbul selbst, aber auch als Brückenbauer nach Deutschland. Er zählt zu den bedeutendsten Orientalisten des 20. Jahrhunderts.
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