TROTSCHE,C.H.C., Der mecklenburgische Civil-Proceß. 2 Bde. Wismar 1866-68
Der mecklenburgische Civil-Proceß. Allgemeiner und besonderer Theil. 2 Bde. Wismar, Rostock u. Ludwigslust, Verlag der Hinstorff’schen Hofbuchhandlung, 1866-1868.
8vo. XII, 646 S., 1 Bl. (Berichtigungen), IV S. (Anhang); VIII, 588 S. Zeitgenössische Halbleinenbände mit handschr. Rückentitelschildern. Schöner Zustand!
Das Buch bietet eine umfassende, systematische Darstellung des Zivilprozessrechts im damaligen Großherzogtum Mecklenburg. Es gilt historisch als die detaillierteste Aufarbeitung des mecklenburgischen Kanzleiverfahrens und der verschiedenen Abänderungen der Justiz-Canzlei. Die Jahre 1866–1868 markieren eine Phase des politischen Umbruchs in Deutschland (Deutscher Krieg 1866, Gründung des Norddeutschen Bundes). Mecklenburg behielt jedoch zunächst wesentliche Teile seiner traditionellen Justiz- und Ständeverfassung bei, die Trotsche in diesem Werk genau dokumentiert. Für Rechtshistoriker ist das Werk eine fundamentale Quelle, um die Entwicklung des regionalen deutschen Partikularrechts vor der reichsweiten Vereinheitlichung durch die Zivilprozessordnung (ZPO) von 1877 zu verstehen. – Trotsche (1803-1879) war ein bedeutender deutscher Jurist und Gerichtspräsident im 19. Jahrhundert. Er war Hofrat (seit 1833), Kanzleirat (seit 1839) und Justizrat. Im Jahre 1845 wurde er an das Oberappellationsgericht Rostock berufen, zu dessen Vizepräsidenten er 1853 ernannt wurde. Im Jahre 1872 wurde er zum Gerichtspräsidenten des Oberappellationsgerichts für Mecklenburg berufen. Er war aktiver Teilnehmer an den politischen Reformbestrebungen der Jahre 1848 und 1849 und Mitglied der konstituierenden Abgeordnetenkammer in Schwerin nach den politischen Ereignissen von 1848. Im Jahre 1870 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Rostock ernannt.
Bestellnummer: 31731AB
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