WAGNER,J.G., Grundzüge der Gerichts-Verfassung. 03.A. Cassel 1843
Grundzüge der Gerichts-Verfassung und des untergerichtlichen Verfahrens, sowohl in streitigen Civil-Sachen, als bei den Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit, in Kurhessen. 3., verm. u. verbess. Ausgabe. Cassel, Verlag der J. C. Krieger’schen Buchhandlung (C. Kempf), 1843.
8vo. XIV, 965 S., (Anhang:) 46 S. Neuer Halbleinen mit geprägtem Rückentitelschild u. schönem Marmorschnitt. (handschr. Signatur auf Tb.).
Das Buch dient als umfassende monografische Darstellung und systematisches Handbuch für die damalige Rechtspraxis. Es behandelt zwei wesentliche Kernbereiche der damaligen Justiz: den Aufbau, die Organisation und die Zuständigkeiten der Gerichte (insbesondere der Untergerichte) im Kurfürstentum Hessen sowie das untergerichtliche Verfahren, also den Ablauf von Prozessen bei den niederen Instanzen. Wagner unterscheidet dabei penibel zwischen klassischen zivilrechtlichen Prozessen und Rechtsstreitigkeiten zwischen Parteien (Streitigen Zivilsachen) und nicht-streitigen Rechtsangelegenheiten wie Nachlasssachen, Vormundschaften oder Beglaubigungen (Freiwillige Gerichtsbarkeit). – Wagner (1790–1868) war kurhessischer Jurist, Historiker und später Richter. Vom vorliegenden Werk gab es insgesamt 4 Auflagen. Die Erstausgabe erschien im Jahre 1822, eine zweite Auflage 1827, die letzte (4.) Ausgabe im Jahre 1859.
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Rare Book: EUR 100,--
