GRUPEN,C.U., De Virgine prae vidua ducenda. 02.A. Lemgo 1716

Grupen, Tractatio Iuridica de Virgine. Lemgo 1716

GRUPEN, Christian Ulrich,

Tractatio Iuridica de Virgine prae vidua ducenda, Daß es besser sey, eine Jungfer zu heyrathen, als eine Wittwe. Cui subiiciuntur quaedam de virgine Florentina sive Pandectis Florentinis, corollaria. Editio secunda, multo auctior. Lemgoviae (= Lemgo), typis et sumptibus Henrici Wilhelmi Meyeri, 1716.

8vo. Tb., 1 Bl., 68 S., Falttafel. Neuer Pappband mit Rückentitelschildchen.

Erste Ausgabe der kuriosen Schrift des Bürgermeisters der Stadt Hannover! – In der vorliegenden Schrift untersucht Grupen aus juristischer und gesellschaftlicher Sicht die Heiratsmöglichkeiten sowie die Erfolgsaussichten einer Ehe zwischen Jung und Alt. Er schöpft dabei unter anderem aus den Pandekten des römischen Kaisers Justinian und legt dar, warum die Ehe mit einer Jungfrau der mit einer Witwe vorzuziehen sei. Die juristische Abhandlung wurde in den folgenden Jahren erneut aufgelegt (u. a. 1740 und 1752). Der Text ist zeittypisch in einer Mischung aus Latein (für die juristischen Kernargumente) und frühneuhochdeutscher Sprache verfasst. – Grupen (1692–1767) war einer der bedeutendsten deutschen Juristen seiner Zeit und langjähriger, einflussreicher Bürgermeister der Stadt Hannover. Neben solchen rechtshistorischen Spezialthemen verfasste er vor allem anerkannte historische Standardwerke über die Stadtgeschichte Hannovers.

Order Number: 32010AB

Rare Book: EUR 140,--