Recommend this book

Send this book by mail to your friends. Please fill out the following form.

: *
: *

BRENDEL,S., Die Geschichte u. Werth der National-Repräsentation. 2 Bde. 1817

Brendel, National-Repräsentation. 2 Bde. Bamberg 1817

BRENDEL, Sebald,

Die Geschichte, das Wesen und der Werth der National-Repräsentation oder vergleichende historisch-pragmatische Darstellung der Staaten der alten und neuen Welt, besonders der deutschen, in Beziehung auf die Entstehung, Ausbildung, Schicksale und Vorzüge der Volksvertretung oder der öffentlichen Theilnahme an der höchsten Staatsgewalt. Nebst einem Anhange, die merkwürdigsten Verfassungsurkunden seit 1789 enthaltend. Ein Handbuch für wirkliche und künftige Volksvertreter. 2 Bde. Bamberg und Leipzig, bei Carl Friedrich Kunz, 1817.

8vo. VIII, 1 Bl., 331; IX, 1 Bl., 362 S. Schlichte, zeitgenössische marmorierte Interimsbroschuren im neuen, repräsentativen Pappschuber. (unbeschnittener Originalzustand).

Wichtige Arbeit des deutschen Frühliberalismus in der Ära des Vormärz! – Brendel konzipierte das Werk explizit als ein ‘Handbuch für wirkliche oder künftige Volksvertreter’. Es sollte Abgeordneten das theoretische und historische Rüstzeug für ihre Arbeit an die Hand geben. Das Buch bietet eine historische und analytische Untersuchung darüber, wie die Mitbestimmung des Volkes an der Staatsgewalt in verschiedenen Epochen und Ländern gelöst wurde, besonders im Vereinigten Königreich. Besonders hervorzuheben ist Brendels tiefgehende Analyse des englischen Parlamentarismus. Er erkannte bereits weit vor der großen englischen Wahlrechtsreform von 1832, daß die eigentliche politische Macht im Unterhaus und im dortigen Parteienwettstreit konzentriert war. Ursprünglich war ein umfassender Anhang geplant, der die wichtigsten Verfassungsurkunden seit der Französischen Revolution (1789) abbilden sollte. Diesen Teil kürzte Brendel jedoch, da zeitgleich andere umfassende Verfassungssammlungen auf den Markt kamen. – Brendel (1780-1844) war Professor der Rechte an der Universität Würzburg. Die erste Verfassung im Deutschen Reich wurde 1818 in Bayern geschaffen. Dieses Ereignis hatte nicht nur im deutschen Verfassungsleben Signalwirkung, auch innerhalb der Publizistik zeigte dies Wirkung. Die ersten Gesamtdarstellungen des neuen konstitutionellen Verfassungszustandes erschienen, neben der Arbeit Aretins zählt das Werk von Brendel zu den wichtigsten Veröffentlichungen dieser Art. Neben der Volksvertretung beschäftigte er sich intensiv mit Themen wie der Pressefreiheit (über die er 1815 eine Schrift veröffentlichte) und dem Kirchenrecht. Er gehörte zu jenen Gelehrten des frühen 19. Jahrhunderts, die den Übergang vom absolutistischen Staat hin zu konstitutionellen Monarchien mit gewählten Volksvertretungen theoretisch begründeten. – Vgl. Stolleis, Geschichte des öffentl. Rechts, II (1992), S. 198, Fußnote 86: dort wird (fälschlich) 1816 als Erscheinungsjahr angegeben.

Order Number: 32018AB

Rare Book: EUR 220,--