TEMME,J.D.H., Die Volkssagen von Pommern und Rügen. Berlin 1840.

TEMME, J(odocus) D(onatus) H(ubertus),

Die Volkssagen von Pommern und Rügen. Berlin, in der Nicolaischen Buchhandlung, 1840.

8vo. XXX, 352 S. Neuer Halbledereinband mit aufgebrachtem zeitgenössischem Rücken und altem Bezugspapier. Exzellenter Zustand!

Erste Ausgabe der seltenen Arbeit, in der Temme (1798-1881), der als Jurist überwiegend auf zivil- und strafrechtlichen Gebieten tätig war, sich in der Tradition Grimms um die Volkssagen von Pommern und Rügen bemühte. Temme war bereits früh auch literarisch tätig und ist etwa mit dem Roman „Der Bluthund“ hervor getreten. Die „Volkssagen“ entstanden während seiner Zeit am Hofgericht in Greifswald, wo er von 1838 bis 1844 beschäftigt war. Das Werk gilt als ein Meilenstein der norddeutschen Volkskunde, da es mündliche Überlieferungen und historische Fragmente aus einer Region bewahrt, die stark von slawischen (wendischen), dänischen und deutschen Einflüssen geprägt wurde. Ein großer Teil der Sagen widmet sich den historischen Auseinandersetzungen zwischen den Wenden und den Dänen um die Oberherrschaft in der Region, ergänzt durch Berichte über alte Kultstätten, Götzenbilder (wie die der slawischen Götter auf Rügen) und die Christianisierung, Geschichten über legendäre Piraten wie den Seeräuber Rolwiek auf der Burg Ralow oder die Taten des Fürsten Jaromar I. Neben klassischen Sagen enthält das Buch Aufzeichnungen über den pommerschen Volksglauben, Geistererscheinungen und magische Bräuche.

Bestellnummer: 31781AB

Antiquariat: EUR 380,--