DROSTE ZU VISCHERING,C.A., Denkschrift des heiligen Stuhles. Augsburg 1838

Köln – DROSTE ZU VISCHERING, Clemens August,

Denkschrift des heiligen Stuhles, oder urkundliche Darlegung der Thatsachen, welche der Wegführung des Erzbischofs von Cöln, Freiherrn von Droste, vorhergegangen und gefolgt sind. Rom, am 4. März 1838. Augsburg, im Verlag der K. Kollmann’schen Buchhandlung, 1838.

8vo. 162 S. (angebunden:) Clemens August, der große Bekenner und Martyrer unserer Zeit. Ein Wort des Trostes, gegründet auf die Geschichte wie auf die Verheissungen Christi und gerichtet an alle durch die Ereignisse in Köln bekümmerten Seelen. Augsburg, Verlag der Karl Kollmann’schen Buchhandlung, 1838. IV, 55 S. Zeitgenössischer Pappband mit geprägtem Rückentitelschild.

Der erste Zusammenprall von Staat und katholischer Kirche im 19. Jahrhundert, bei dem die preußische Regierung sich in der Wahl der Mittel völlig vergriff. Der Kölner Erzbischof Droste zu Vischering wurde am 20.11.1837 inhaftiert, weil er im Namen von Papst und Kirche gegen eine Geheimkonvention opponierte, die sein Vorgänger Graf mit Berlin in der Frage der konfessionellen Mischehen für die Provinzen Rheinland und Westfalen abgeschlossen hatte. Diese Geheimkonvention, die einer päpstlichen Weisung von 1830 widersprach, war auch in Rom nicht bekannt und wurde erst durch den Widerruf des Trierer Bischofs Hommer auf seinem Sterbebette öffentlich. Die Kirche blieb letztlich Siegerin des Konflikts. – Holzmann/Bohatta I, 330, 363.

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