LINDE,J.T.B., Berichtigung confessioneller Mißverständnisse. Mainz 1846
Berichtigung confessioneller Mißverständnisse. 2 Hefte in 1 Band. Mainz, Verlag von Florian Kupferberg, 1846.
8vo. Zusammen 338 S. Älterer Halbleinen mit Buntpapierbezug und geprägtem Rückentitel (OBroschur eingebunden). (ältere St.a.T.).
Linde (1797-1870) war ein tief im Katholizismus verwurzelter Jurist, der sich im Vormärz und in den Jahren um die Revolution von 1848 intensiv mit dem Verhältnis von Staat und Kirche beschäftigte. In den 1840er Jahren kam es in Deutschland zu erheblichen konfessionellen Spannungen. Auslöser waren unter anderem die ‚Kölner Wirren‘ sowie die Entstehung der Bewegung der ‚Deutschkatholiken‘ (einer von Rom abtrünnigen, liberalen Fraktion). In diesem gesellschaftlichen Klima veröffentlichte Linde die vorliegende Schrift, um aus juristischer und konservativ-katholischer Sicht theologische und staatsrechtliche Fehlinterpretationen (‚Mißverständnisse‘) zwischen den christlichen Konfessionen und dem Staat ‚geradezurücken‘. Er plädierte zeitlebens für eine klare rechtliche Stellung der Kirche, lehnte eine staatliche Bevormundung der Religion ab. – 1. Auffassung des christlichen Seligkeitsdogma’s nach katholischem und protestantischem Bekenntnisse. Ein Beitrag zur Betrachtung der neuesten kirchlichen Ereignisse aus dem Standpunkte des Rechts und der Politik. Mainz 1846. XX, 179 S.; 2. Die Berechtigung der christlichen Kirche zum Fortschritte. Betrachtung der Schrift des Herrn Dr. K. A. Credner, Professors der evangelischen Theologie zu Gießen, „die Berechtigung der protestantischen Kirche Deutschlands zum Fortschritt auf dem Grunde der heiligen Schrift“. Mainz 1846. XXIV, 140 S.
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