WÄCHTER,C.G., Lehrbuch des Römisch-Teutschen Strafrechts. Stgt. 1825-26
Lehrbuch des Römisch-Teutschen Strafrechts. 2 Tle. in 1 Band. Stuttgart, in der J. B. Metzler’schen Buchhandlung, 1825-1826.
8vo. XXI, 384 (recte: 284) S., 1 Bl. (Druckfehler), XXIV, 630 S. Schlichter moderner Halbleinen mit Rückentitelschild. (alter handschr. Name a. Tb.).
Erste Ausgabe, Vertreter einer rechtsstaatlich-liberalen Strafrechtsauffassung! – Wächter (1797-1880) war der bedeutendste Strafrechtler nach Feuerbach und vor dem Auftreten Bindings. Er wird als Hauptvertreter der rechtsstaatlich-liberalen Strafrechtsauffassung angesehen. Mit dem vorliegenden Werk begründete er sein hohes Ansehen als Strafrechtler. Wächter wurde bereits zu seinen Lebzeiten zu den bedeutendsten Juristen des 19. Jahrhunderts gezählt; er war wechselnd Professor der Rechte an den Universitäten Tübingen und Leipzig, wurde zum Ehrenbürger beider Städte ernannt. In den Jahren 1851 und 1852 war er Präsident des Oberappellationsgeerichts der freien deutschen Städte in Lübeck, eines der führenden deutschen Obergerichten in Deutschland. Er gehörte 1860 zum Mitbegründer des Deutschen Juristentages und war in den ersten Jahren dessen erster Präsident. Neben dem württembergischen Privatrecht, den Pandekten und der Privatrechtsvergleichung verschiedener Staaten lag im Strafrecht ein starker Forschungsschwerpunkt Wächters. Eberhard Schmidt bezeichnete Wächter als den “nach Feuerbach und vor Karl Binding bedeutendsten Dogmatiker des Strafrechts”. Neben dem vorliegenden frühen “Lehrbuch des Römisch-Teutschen Strafrechts” ragen die Vorlesungen zum Strafrecht heraus, die Oskar von Wächter im Jahre 1881 unter dem Titel “Deutsches Strafrecht” herausgegeben hat.
Order Number: 31065AB
Rare Book: EUR 300,--

